Experten fordern weniger Heringsfang

Es findet eine Überfischung bei den kleinen Fischen wie Heringen, Makrelen und Sardinen statt, die für andere Fische als Nahrung und bei Aquakulturen als Futtermittel gelten. Dies haben nun internationale Meeresforscher herausgefunden. Die Experten sind sich einig, dass sie im Meer doppelt so viel wert sind, als wenn sie gefangen werden.

Diese Futterfische sind wichtig für das Meer, da sie das Zooplankton fressen, was wiederum von das pflanzliche Plankton im Meer frisst. Damit stellen sie eine wichtige Stufe auf der Leiter der Energieumwandlung da. Bricht diese weg, so hat man ein Problem. Man kann nicht alle kleinen Fische wegfangen, wenn man große Fische fangen will.

Von einem besonderen Schutz hört aber niemand etwas, im Gegenteil, der Heringsfang boomt mehr denn je. Allerdings haben mancherorts die Überfischungen dazu geführt, dass ganze Populationen von großen Fischen verschwunden sind. Dies wird noch weiter zunehmen, wenn es keine Einschränkungen beim Fischfang gibt.

Futterfische hat man früher ganz oft zu Pellets verarbeitet. Heute ist die Industriefischerei allerdings immer öfter eine „Gammelfischerei“, da man meist hochwertiges Protein in niedrigwertiges umwandelt. Allerdings sollte man auch den Boom hinterfragen, bei dem man Futterfische an Lachse verfüttert. Diese verbrauchen mehr Fische, wie sie selbst produzieren.

Man muss unbedingt den Fang von Futterfischen reduzieren und dafür ist auch ein besseres Management notwendig. In manchen Zonen muss man den Fang halbieren, damit die Fressfeinde und die eigentlichen Futterfische erhalten bleiben. Die Fischbestände werden sonst immer kleiner und die Kosten für den Fang steigen an.

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