Hamburgs Küstenschutz nur bis 2030

Das Sturmflutgeschehen an der Nordsee wird von Küstenforschern genau beobachtet. Die heutigen Schutzmaßnahmen wirken noch bis 2030. Für Hamburg gibt es Evakuierungspläne, da besonders die Teile südlich der Elbe gefährdet sind.

Die Hamburger Sturmflut 1962 war für viele Hamburger dramatisch. 1976 gab es gar eine noch größere Flut, die jedoch nicht gefährlich war, durch den ausreichenden Schutz der gewährleistet war. Jetzt ist das Schutzniveau noch höher, doch das Risikobewusstsein der Bevölkerung hat abgenommen. Die Menschen spüren es nicht mehr auf der eigenen Haut, sondern nehmen den Klimawandel nur am Rande wahr.

Wie stark sich die Höhen der Sturmfluten ändern hängt vom Anstieg des Meeresspiegels und vom Windklima in der Deutschen Bucht ab. Heute würde die Sturmflut aus 1962 auf Grund des Anstiegs des Meeresspiegels ca. 10 Zentimeter höher auflaufen. Die Meeresforscher gehen von einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels aus.

Bis zum Ende des Jahrhunderts können Sturmfluten bis zu einem Meter höher auflaufen als heute. Außerdem errechnet man Szenarien für die Zukunft und spricht mit den Küstenbewohnern über ihr Risikoempfinden. So bekommt man ein umfassendes Bild für die deutsche Nordseeküste.

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